Die dunkle Seite…

Seid gegrüßt Verliebte,

Dafür, dass der Blog gerade mal eine Woche alt ist, hab ich viel zu erzählen. Heute möchte ich mal darüber sprechen, warum das hier überhaupt entstanden ist. Also das Warum habe ich ja schon erklärt, aber noch nicht das Wie. Denn Auslöser war – Überraschung – ein Mann. Eine Person, die es geschafft hat, mir in kürzester Zeit extrem viel zu bedeuten und bei der ich dann auch ganz viel zuließ und mich öffnete. Mit dem Ergebnis, dass die Person meinte, dass für Offenheit und gute Kommunikation doch kein Platz wär und mich wieder abschoss. Gut, passiert, tut weh. Dieses Mal löste es aber etwas aus, dass ich sehr lange nicht mehr hatte und was mich dadurch umso mehr verletzte und beschäftigte: Verlustangst

Die Angst, allein zu sein

Es ist nervig, es ist peinlich, es ist dumm. Aber Verlustangst gehört zu den Urängsten. Das Geliebte ist weg. Man hat das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Man glaubt, dass man nichts wert ist. Du identifizierst dich und hängst deinen Wert an das Interesse und die Wertschätzung anderer Menschen.

Das Gefühl selbst kenn ich ungefähr schon so mein Leben lang. Mal mehr mal weniger. Und ich mache da niemanden einen Vorwurf. Ein paar Dinge hätten cooler laufen können, aber ich hatte weder eine schwer traumatisierende Kindheit noch tiefgreifende Schicksalsschläge. Es ist wie ein Virus, dass sich festfrisst und dann durch kleine oder größere Situationen wächst:

  • ein kritischer Kommentar
  • eine versaute Arbeit
  • ein Streit

Ich kann hier nur für mich sprechen und die Auslöser und Gründe für Verlustängste sind komplett unterschiedlich und gehen meist weit in die Kindheit zurück. Die Folgen sind dafür umso nervtötender. Bei mir haben sie einige Beziehungen und Freundschaften zerstört, manchmal habe ich dadurch noch mehr Schaden davon getragen.

Du kannst das auch alleine

Das letzte Mal war nur der Tropfen, der eine Welle in mir ausgelöst hat, weil ich mich geöffnet hatte. Es ist ein Dilemma für sich: Auf der einen Seite schrei ich nach Liebe, auf der anderen Seite riskiere ich, mit jedem Mal mich zu öffnen, richtig krass hart getroffen zu werden. Also verschließ ich mich und kann aber nichts neues Zulassen… Klammer aber trotzdem wie ein Koalabär… not good!

Das erste Mal, dass ich diese krasse Verlustangst in einer erlebte war vor zwei Jahren, als ich mich gerade neu verliebte. Gleichzeitig schrieb ich gerade an meiner Masterarbeit und hatte ein paar persönliche Probleme zu bewältigen. Mein damaliger Partner hatte auch viel familiär zu leisten und so war das, im Nachhinein betrachtet, schon eine Totgeburt. Ich brauchte mentale Unterstützung und wünschte mir, dass mein Partner zumindest mal am Wochenende sich komplett Zeit für mich alleine nimmt. Das konnte und wollte er nicht. Und ich fühlte mich auf komplett verlorenen Posten wie eine Nummer Zwei. Heute weiß ich, dass das definitiv nicht Absicht war und auch eigentlich nie so war. Das fade Gefühl in der Magengegend bleibt aber.

Tolle Nebenwirkungen von Verlustängsten sind übrigens:

  • Eifersucht
  • innere Wut
  • Versagensängste
  • Kontrollzwang
  • Frustration

Was macht Frau also, damit das alles bloß nicht eintritt? Genau, die pure Selbstoptimierung und immer an sich selbst Zweifeln. Alles tun, um den anderen zu gefallen, an jedem Strohhalm klammern und hoffen, dass es diesmal gut ausgeht.

Bleibt da Zeit für Liebe?

Kurz und einfach: Nö! Wann auch? Ich war so oft damit beschäftigt es allen anderen Recht zu machen, dass ich kurzerhand vergessen habe, vielleicht auch mal auf mich zu achten. Ich bin kein devotes Mädchen, das anderen hinterher läuft. Definitiv nicht. Aber in den entscheidenden Momenten habe ich mich immer wieder gegen mich selbst entschieden: Was auch nicht gut ist. Okay, es klingt melodramatisch, dass da keine Liebe war. Aber die Liebe ist leider viel zu schnell untergegangen zwischen Streitereien, Ängsten und einfach idiotischen Ansichten.

Es liegt nicht nur an dir, Schätzchen

Stimmt! Aber meine Muster haben solche – sorry – verkorksten Typen auch angezogen. Dennoch liegt es definitiv nicht nur an mir, auch wenn ich Fehler gemacht habe. Wenn ein Kerl meint, er muss plötzlich doch plötzlich den sich selbst bemitleidenden einsamen Wolf spielen tut das zwar sehr weh. Aber es ist nicht meine Schuld, sondern sein Versagen. Ich bin allerdings verantwortlich, wie ich danach mit mir umgehe. Und das sollte definitiv pfleglicher sein. In diesem Sinne gönne ich mir ein heißes Bad!

Liebet lang und friedlich!
Eure Miss Spock

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